Krüger Park – Geführte Safari oder selbst fahren?

Der ultimative Vergleich für Deine perfekte Safari-Erlebnistour

Bei der Planung unserer ersten Südafrika Reise haben wir uns die Frage gestellt, ob es sinnvoller ist den Krüger Nationalpark selber mit dem Mietwagen zu erkunden oder geführte Safaris mit Jeep und ortskundigen Rangern zu unternehmen.

Um herauszufinden, worin die Unterschiede tatsächlich bestehen, haben wir einmal beides ausprobiert. Zunächst sind wir mit einem Mietwagen selbst durch den Park gefahren und anschließend haben wir uns einer kleinen geführten Tour mit einem freundlichen und erfahrenen Guide namens Lucky angeschlossen.

Der folgende Vergleich mit den wichtigsten Vorteilen soll Dir helfen Deine perfekte Tour durch den Krüger Nationalpark zu planen:

Vorteile als Selbstfahrer mit eigenem Mietwagen:

  • Besonderer Reiz die Tiere selber zu entdecken
  • Eigene Route durch den Krüger Nationalpark überlegen
  • Fotostopps, Beobachtungen wann, wo und wie lange Du möchtest
  • Pausen müssen nicht mit Tourguide / Gruppe abgestimmt werden
  • Bei morgendlichen Safaris im südafrikanischem Winter wird es in den offenen Jeeps sehr kalt (10°C + Fahrtwind), da ist es im beheizbaren Mietwagen schon etwas angenehmer

Vorteile einer geführten Jeep-Safari mit Tourguide:

  • Geschulten Augen der Ranger sehen Tiere meistens schneller
  • Auf Safari Jeeps sitzt man höher – besserer Blick auf Tiere
  • Höhere Chancen die Big Five zu sehen
    • Tourguides kennen sich im Krüger Nationalpark bestens aus und wissen, wann sich die Tiere wo aufhalten
    • Tourguides stehen miteinander in Kontakt und halten immer wieder an, um sich kurz auszutauschen, wo aktuell interessante Tiere gesichtet worden sind
  • Fragen werden von erfahrenen Guides beantwortet und Du erhälst weitere Informationen zum Verhalten der Tiere, zu den Lebensräumen uvm.
  • Safari Jeeps sind offen, so dass schnell gute Fotos gemacht werden können
  • Sicheres Gefühl den Park rechtzeitig zu verlassen

Im Nachhinein stellt sich die Frage: Warum überhaupt entscheiden?

Beide Möglichkeiten haben ihren ganz besonderen Reiz. Ich empfehle beide Varianten einmal selber auszuprobieren. Die Preise sind fast identisch: Zu zweit bezahlt man für eine Tagessafari umgerechnet ca. 30-40 € pro Person und einen Mietwagen bekommst Du an der Lodge / Hotel bzw. am Flughafen für ungefähr 60 € pro Tag.

Tipp:
Am besten die Anreise so planen, dass man sich direkt am Flughafen (Johannesburg, Hoedspruit, Mpumalanga) einen Mietwagen nimmt und als erstes selber durch den Krüger Nationalpark fährt.

Gerade zu Beginn der ersten Tour durch den Krüger Nationalpark sind alle Tiere faszinierend. Es ist alles neu und aufregend. Tiere, die man mit der Zeit häufiger entdeckt wie Antilopen, Warzenschweine, Affen, Giraffen und Elefanten sind für die Guides weniger interessant und nicht immer ein Stopp wert. Wenn Du also zuerst selber mit dem Mietwagen durch den Park fährst, kannst Du Dir auch Zeit für diese Tiere nehmen.

Später wirst Du dann dankbar sein, wenn sich der Tourguide eher auf die Erspähung von seltenen Tieren wie z.B. Nashörnern, Löwen und Leoparden konzentriert.

Wie Du als Selbstfahrer ebenfalls die Big Five aufspürst:

  • Früh morgens starten, da manche Tiere eher morgens aktiv sind (wir sind z.B. in der Morgendämmerung einem Leoparden mit Nachwuchs begegnet)
    • Öffnungszeiten der Gates im Krüger Nationalpark:
      April – September ab 6:00 Uhr
      Oktober – März ab 5:30 Uhr
    • Schließungszeit der Gates:
      Mai – Juli um 17:30 Uhr
      November – Februar um 18:30 Uhr
      Alle Monate dazwischen um 18:00 Uhr
  • Fernglas mitnehmen (oder mit Teleobjektiv Ausschau halten)
  • In der Mittagszeit die Wasserstellen anfahren (gilt vor allem für den afrikanischen Winter, wenn es selten zu Regenfällen kommt und sich die Tiere dadurch an den größeren Wasserstellen aufhalten)
  • Auf einen bestimmten Bereich konzentrieren und langsam durch ausgewähltes Gebiet fahren (wir haben sehr gute Erfahrung mit dem Süden rund um den Sabie River gemacht)
  • Nicht nur asphaltierte Straßen nutzen, sondern auch Feldwege befahren
  • Gerade bei Felsen aufmerksam gucken, da sich die Löwen unserer Erfahrung nach häufig dort aufhalten
  • Bei entgegenkommenden Safari-Jeeps langsamer werden und mit freundlichen Guides Informationen austauschen
  • Natürlich gilt auch, dass dort wo viele Autos stehen irgendetwas sein muss
  • Mit südafrikanischer SIM-Karte oder wenn Du im Krüger Park mobil online gehen möchtest, kannst Du die Facebook-Seite “Latest Sightings – Kruger” nutzen oder die “Kruger Park Sightings”-App installieren

Zum Vergleich noch einmal ein paar Fotos von der eigenen Tour mit dem Mietwagen und einige Aufnahmen von der geführten Safari mit unserem Guide Lucky:

Fotos von unserer eigenen Tour durch den Park

Fotos von der geführten Safari-Tour

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